Eine neue Serie startet!
Ich gehe davon aus, dass Vielfalt neue Leser lockt. Mit Episoden aus dem Bereich Fantasy und Western finden hier zwei Genres regelmäßig treue Leser. Und da gab es auch mal eine Folge von Horror-Thrillern. Der ein oder andere erinnert sich vielleicht an "Peter Lance: Die Fuchsmaske". Mit Peter Lance ringe ich gerade sogar um eine Fortsetzung.
Heute stelle ich eine neues Genre vor. Der Roman "Tom Tauber: Der Einzelkämpfer" handelt im Thriller-Milieu. Er spielt in der Gegenwart, die Handlungsorte liegen in Westafrika. Es kommen garantiert keine Elfen, Drachen und Pandas vor. Die Probleme, mit denen sich Tom Tauber herumschlägt, liegen im Hier und Heute. Tagesaktuelle Bezüge sind nicht ausgeschlossen.
Und wie immer sind alle Episoden kostenlos!
Am Sonntag folgt das neuste Kapitel aus "Jason Derringer: Der Pfad der Rache". Und wie bereits versprochen ein neues Preisrätsel. Zu gewinnen ist ein Amazon-Gutschein von 40 Euro.
Heute stelle ich eine neues Genre vor. Der Roman "Tom Tauber: Der Einzelkämpfer" handelt im Thriller-Milieu. Er spielt in der Gegenwart, die Handlungsorte liegen in Westafrika. Es kommen garantiert keine Elfen, Drachen und Pandas vor. Die Probleme, mit denen sich Tom Tauber herumschlägt, liegen im Hier und Heute. Tagesaktuelle Bezüge sind nicht ausgeschlossen.
Und wie immer sind alle Episoden kostenlos!
Am Sonntag folgt das neuste Kapitel aus "Jason Derringer: Der Pfad der Rache". Und wie bereits versprochen ein neues Preisrätsel. Zu gewinnen ist ein Amazon-Gutschein von 40 Euro.
Seine größte Sorge waren die Haie.
Tom Tauber hatte einmal mit einem Freund gewettet, dass es im Süßwasser keine Haifische geben würde. Einhundert Dollar hatte sie ihn gekostet. Er erfuhr, dass Bullenhaie weit in die Flussmündungen hinein schwammen. Es bereitete den Fischen keinerlei Probleme, zwischen süßem und salzigem Wasser zu wechseln.
Vorausgesetzt, es lockte Nahrung und davon gab es genug im Nigerdelta. Die Hafenstadt Port Harcourt besaß eine hohe Kriminalitätsrate. Es bot sich an, die Opfer spurlos im Niger zu entsorgen. Zur Freude der Haie.
Ob um ihn herum Raubfische ihre Kreise zogen, konnte er in der Dunkelheit nicht sehen. Er wusste von ihren Fähigkeiten, auch in der Nacht ihre Beute aufzuspüren. Unwahrscheinlich, dass sein Aufenthalt noch nicht bemerkt worden war.
Trotz der Bedrohung hielt er seine Wahl, das Zielobjekt Unterwasser zu erreichen, für die Gefahrloseste. Die Anfahrt über den Fluss barg Risiken, doch nach seiner Einschätzung schien eine Autofahrt durch die nächtlichen Straßen gefährlicher zu sein. Ob die lokale Polizei oder Straßenbanden einen anhielten, blieb sich fast gleich. Im besten Fall gelang es, sich freizukaufen. Echte Probleme gab es, wenn der Kontrollierende beschloss, das komplette Eigentum zu übernehmen.
So bot sich die Anreise auf dem Wasserweg an. Die Ladung des Frachters war wertvoll und er rechnete damit, dass bewaffnete Boote um sein Ziel patrouillierten. Seine einzige Chance, eine Begegnung zu verhindern, bestand darin, die letzten Kilometer des Wegs zu tauchen. Die Rückfahrt per Jeep zum Flughafen anschließend ließ sich allerdings nicht vermeiden. Aber erst einmal ankommen.
Mit seinem Schlauchboot fuhr er so nah wie möglich an das Schiff heran. Schon bald erkannte er die Lichter des Wachboots. Er stoppte den Außenborder und machte die Taucherausrüstung fertig. Ein paar Löcher in der Außenhaut sorgten dafür, dass das Schlauchboot langsam sank. Vorsichtig hob er den wasserdichten Rucksack ins Flusswasser und glitt in die dunkle Brühe. Die Entfernung zur »Allways Free« war zu groß, um sie schwimmend zu erreichen, deshalb hatte er sich von einem Freund beraten lassen.
Der vermittelte ihm einen neuen Unterwasserscooter, eine Hightech-Maschine für ambitionierte Sporttaucher, die Gnade in den Augen eines jeden Kampftauchers fände. Jetzt zog sie ihn und seine Ausrüstung leise schnurrend in Richtung Norden.
Die Wahl seines schwarz lackierten Scooters erwies sich als gelungen. Das Stück schwamm sowohl unter, aber auch über Wasser. Sein fast lautloser Antrieb ermöglichte es seinem Fahrer, zwischendurch unbemerkt aufzutauchen, um sich zu orientieren. Zwar besaß es ein GPS-Gerät, doch das bot keinen Schutz vor Booten und treibenden Baumstämmen. Er hoffte, dass das eingebaute Sonargerät diese Hindernisse rechtzeitig anzeigen würde. Es gab Tom in der dunklen Brühe des Niger ein beruhigendes Gefühl. Eine Kollision könnte sein Fahrzeug so stark beschädigen, dass er es aufgeben und weiter schwimmen müsste. Die Chance, seinen Einsatz zu überleben, tendierte dann gegen Null.
***
Dr. Sue Ashlen war Kummer bei ihrem Job im Hospital gewohnt. Stromausfälle gehörten in Westafrika zum Alltag, selbst wenn man in einem Busch-Krankenhaus operierte. Aus diesem Grund versorgte in solch einem Fall ein Generator den Operationssaal mit elektrischer Energie. Die Chefärztin stoppte einen Moment lang und wartete die paar Sekunden, bis er starten würde. Die Operation hatte ihre kritische Phase bereits überschritten. Die Wunde ihres Patienten musste nur noch vernäht werden. Eine Aufgabe, die die Assistenzärztin übernehmen könnte. Doch die Ärztin besaß die Angewohnheit, eine Arbeit, die sie angefangen hatte, auch selber zu beenden. Aus diesem Grund hatte sie sie bereits nach Hause geschickt.
Aber der Stromgenerator wollte nicht anspringen.
Wie gewohnt ertönte das metallische Klacken, wenn der Anlasser versuchte, den Motor zu zünden. Das Gerät stand direkt vor dem Fenster des Operationsaals, ärgerlich wartete sie darauf, dass er ansprang. In diesem Klima litten Apparaturen schnell, falls sie nicht regelmäßig gewartet und gereinigt wurden. Das galt auch für diesen betagten Generator. Leise zählte sie die Fehlversuche mit.
„Eins, zwei ...“, sie kam bis Sieben, dann sprang die Maschine laut knatternd an. Wenige Sekunden später ging das Licht im Raum an. Seufzend beugte sie sich über die Patientin.
Es knatterte weiter. Metallischer, abgehackter. Eher ein Stakkato. Es dauerte einen Augenblick, ihre Konzentration blieb anfangs zu sehr auf den Stromgenerator und ihre Arbeit gerichtet. Aber jetzt erkannte die Ärztin die Geräusche.
Das war die unverwechselbare Schussfolge einer Kalaschnikow. Das Krankenhaus wurde überfallen.
***

Wie gewohnt, hat man keine Zeit, den Koffer in die Ecke zu stellen, was Kühles zu trinken und in Ruhe zu aklimatisieren.
AntwortenLöschenUnter der heissen Sonne Afrikas, beziehungsweise im trüben Nass des Niger geht es sofort zur Sache.
Wo man zu Beginn noch, was das Ziel der Operation (achtung Wortwitz) im Trüben fischt, versteht man bei Dr. Sue sofort um was es geht. Ein Überfall aufs Krankenhaus. Leider ist das keine Seltenheit, oft überfallen einzelne Milizen Hospitäler, um Medikamente und Verbandszeug für verwundete Kameraden in den Camps zu "besorgen"..
Es geht also sofort gut los, in diesem neuen Buch.
Wie gewohnt und mit Freuden festgestellt.
Hurra, wieder ein guter Grund, gespannt zu warten.